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Veröffentlichungen im Juli und August 2013

In den Sommermonaten Juli und August wurden 222 Publikationen über Chitosan und Chitosan-Derivate veröffentlicht. In diesen Artikeln wurden überwiegen Chitosan-basierte pharmazeutische Präparate und Nanopartikel untersucht und deren Wirksamkeit in Tier- und Humanstudien ermittelt. Die führenden Nationen auf dem Gebiet der Chitosan-Forschung sind: China (70 Artikel), Indien (23) und Taiwan (16).

Top-Journale   Publikationen
International journal of biological macromolecules 20
Carbohydrate polymers 17
Biomaterial 8
Journal of nanoscience and nanotechnology 6
Molecular pharmaceutics 5

Tabelle: Liste der führenden Journale, die im Juli und August 2013 die meisten Chitosan-basierten Artikel veröffentlichten.
Quelle: GoPubMed

Chitosan und Chitosan-Derivate wurden hinsichtlich ihrer antioxidativen Aktivität bereits intensiv untersucht. Die Bindung von freien Radikalen wird den Hydroxyl- (OH) und Amino- (NH2) Gruppen des Chitosans zugeschrieben. Das volle antioxidative Potential von Chitosan wird jedoch durch seine  semi-kristalline Struktur und durch seine starken Wasserstoffbrücken eingeschränkt. Um die antioxidative Kapazität des Polymers zu verbessern, wurden bereits verschiede Chitosan-Derivate entwickelt. Im Folgenden stellen wir zwei neue Rezepturen vor, die sowohl für die Pharma- als auch für die Lebensmittelindustrie interessant sein könnten.

Development of tea extracts and chitosan composite films for active packaging materials.

Peng Y1, Wu Y, Li Y. Int J Biol Macromol. Vol.: 59:282-9. August 2013

Das Ziel der vorliegenden Studie war es, die antioxidativen Eigenschaften von Chitosan-Filme, welche mit Extrakten aus grünem Tee (GTE) oder schwarzer Tee (BTE) modifiziert wurden, zu untersuchen. Die Filme wurden aus Chitosan Lösungen (2%, w/v), Eisessig (1%, w/w), 30% Glycerin und verschiedenen Tee-Extrakt-Konzentrationen (0,5%, 1% und 2%) hergestellt. Die antioxidative Kapazität der Chitosan basierten Folien wurde durch deren DPPH-Bindefähigkeit ermittelt und erfolgte in Gegenwart von Flüssigkeiten, die Lebensmittel simulieren sollten (wässrige Lösung mit 0%, 20%, 75% und 95% Ethanol).

Ergebnisse für Tee-Extrakt inkorporierte Chitosanfilme:

  • Gesteigerte Löslichkeit und Quellgrad in Wasser
  • Verringerter Wassergehalt und Wasserdampfdurchlässigkeit
  • Reduzierte Zugfestigkeit und Bruchdehnung
  • Verbesserte antioxidative Fähigkeit (DPPH Radikalfänger) GTE-Chitosanfilme > BTE-Chitosanfilme

Schlussfolgerung: Für aktive Verpackungsfolien, die in Lebensmittelindustrie verwendet werden, ist die antioxidative Kapazität ein entscheidender Parameter. Chitosan-basierte Filme sind biologisch abbaubar und nicht toxisch, ihre DPPH-Radikalfängeraktivität ist allerdings gering. Die antioxidative Fähigkeit der Folienmatrix konnte jedoch durch den Einbau von Extrakten aus grünem oder schwarzem Tee deutlich verbessert werden. Höhere Konzentrationen von Tee-Extrakten (2%) beschleunigten zudem auch die Radikalbindungszeit.

Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23603075

Preparation, characterization and antioxidant property of water-soluble ferulic acid grafted chitosan.

Woranuch S., Yoksan R. Carbohydr Polym. Vol.: 96(2):495-502. July  2013

Die Autoren der vorliegenden Studie modifizierten Chitosan mit Ferulasäure (FA-Chitosan), um die Wasserlöslichkeit und die antioxidative Kapazität des Biopolymers zu verbessern. Ferulasäure ist eine natürliche Phenolsäure, die über antioxidative, antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften verfügt und somit für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie interessant ist. Um die funktionellen Eigenschaften des FA-Chitosan zu bewahren, wurden die Carboxylgruppe der Ferulasäure und die Aminogruppe des Chitosan miteinander verknüpft.

Ergebnisse FA-Chitosan:

jul aug 13
  • Bedingungen für den höchsten Grad an FA-Substitution:
    • Molverhältnis 1: 1, Chitosan zu FA
    • 60°C Reaktionstemperatur
    • 3h Reaktionszeit
  • Reduzierte Kristallinität um ~ 10%
  • Verringerte Zersetzungstemperatur auf 55°C
  • Verbesserte DPPH-Radikalbindung um ~ 55%
  • Verbesserte Wasserlöslichkeit von bis zu 1,3 mg/ml

 

Schlussfolgerung: Die antioxidative Wirkung von Chitosan wurde durch den Einbau der Ferulasäure signifikant verbessert und die Radikalbindung von 41% auf 96% gesteigert. Die Bindung der freien Radikale erfolgte vermutlich durch die OH-Gruppe der Ferulasäure und durch die NH2-Gruppe des Chitosans. Nach Angaben der Autoren, könnte sich FA-modifiziertes Chitosan als Antioxidationsmittel für die Medizin, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie eignen.

Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23768592

Chitosanfilm, active packaging materials

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News

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    Dentale, bakterielle Erkrankungen wie Paradontitis können zu Zahn- und Knochenverlust führen. In der vorgestellten Studie wurden Chitosan, Gelatine und Scutellariae baicalensis radix zu einem Hydrogel kombiniert um über 3D-Bioprinting ein entzündungshemmendes Implantat herzustellen.

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    Tee oder Kaffee ist sicherlich eine Philosophiefrage. Was wird als Erstes nach dem Ankommen im Unternehmen getrunken? In allen Fällen geht es um einen guten Start in den Tag. Aber ist zu viel Koffein gut? Kann man da nicht auch etwas mit Chitosan machen? Wir haben uns umgeschaut und sind in Südkorea fündig geworden. Ein Neuartiger Teebeutel, der den Tee im Becher selbst entkoffeiniert. Verwendet wurde dafür ein Alginat-Chitosan Hydrogel.

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  • Treffen Sie HMC bei dem 14. PBP World Meeting und ResearchPharm vom 18. - 21.03.2024 in Wien!

    Im März findet das 14. World Meeting für Pharmazie, Biopharmazie und pharmazeutische Technologie (PBP) zusammen mit der ResearchPharm in Wien statt. Neben universitären Forscherinnen und Forschern sind dort eine Vielzahl von Unternehmen aus der Pharmabranche vertreten. Wir freuen uns sehr dieses Jahr ebenfalls als Aussteller mit dabei zu sein.

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    Biopolymere wie Chitosan bekommen immer mehr Aufmerksamkeit als Polymerelektrolyte in Farbstoff-sensitiven Solarzellen. Da Chitosan unter einer geringen elektrischen Leitfähigkeit leidet, soll in der vorgestellten Studie versucht werden, diese durch Salze und Weichmachern zu verbessern.

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