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150 Jahre Chitosan - ein Allroundtalent wird entdeckt

Vor 150 Jahren wurde das Biopolymer Chitosan von C. Rouget durch das Kochen von Chitin in Lauge entdeckt. Seitdem steigt das Interesse an diesem Polymer stetig. Einerseits werden immer wieder neue Anwendungsgebiete erschlossen. Andererseits ist der Grundstoff Chitin ein nachwachsender Rohstoff, der jährlich in großen Mengen als Abfallprodukt der Lebensmittelindustrie entsteht.

Obwohl Poly-D-Glucosamine, so der chemische Name von Chitosan, bereits Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt wurde, gewann es in der Forschung erst seit den 1960er Jahren an Bedeutung. Vorreiter waren vor allem Prof. Hirano der Universität Tottori in Japan, Prof. Muzzarelli der Universität Ancona in Italien und Prof. Peter der Universität Potsdam. Erste Erkenntnisse deuteten auf ein weites Anwendungsspektrum von Chitosan hin, das genauer erforscht werden sollte. In diesem Sinne steigt seit den 1970er Jahren die Veröffentlichungsrate rund um den Forschungsschwerpunkt Chitosan kontinuierlich an.

Chitosan ist ein Allroundtalent, das auf vielen Gebieten Anwendung findet. Deshalb besteht seitens verschiedener Industrie- und Wirtschaftszweige ein großes Interesse an der Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, um sowohl Herstellung als auch den Einsatz von Chitosan zu optimieren. Ein Beispiel für solche Kooperationen ist das EU geförderte Projekt NanoBioSaccharides.

Besonderes Interesse gilt dem Polysaccharid Chitosan vor allem im kosmetischen Bereich. Chitosan wird bereits in diesem Industriezweig angewendet. Man findet es in Zahnpasta, Handcreme (z.B. Kaloderma Hand & Nagel Creme) oder in Haarstylingprodukten (z.B. von Logona Naturkosmetik). Einen hohen Bekanntheitsgrad erlangte es durch die Verwendung als „diätisches Mittel“ – zur Bindung von Fett. Weitere Anwendungsgebiete liegen neben der Textil- und Papierindustrie in der Medizin und Pharmazie. Ein Beispiel sind die Wundauflagen von HemCon, die von den US amerikanischen Streitkräften verwendet wird. Eine Matrix aus Chitosan dient zur Stillung des Blutflusses und zur Abdeckung der Wunde.

Die Forschung konzentriert sich in den letzten 10 Jahren mehr und mehr in die Richtung der Drug-Delivery Systeme mit Chitosan und der Bildung von Mikro- und Nanopartikeln.

Wir sind gespannt auf die nächsten 150 Jahre der Chitosanforschung – einen eigenen Beitrag werden wir dazu leisten - mit der Produktion von hochreinen Chitinen und Chitosanen. In unserem Aktuell Bereich werden wir Ihnen weiterhin die neuesten Forschungsergebnisse rund um die Themen Chitin und Chitosan vorstellen.

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Kongresse und Messen

Treffen Sie uns 2024 auf folgenden Messen:

  • 14. PBP World Meeting/ Research Pharm, Wien, Österreich, 18.-21.03.2024
  • CPHI, Mailand, Italien, 08.-10.10.2024
  • MEDICA 2024, Düsseldorf, Deutschland, 11.-14.11.2024

Zur Vereinbarung von Terminen, bitte kontaktieren Sie Frau Richter über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Kontakt

  • Heppe Medical Chitosan GmbH
    Heinrich-Damerow-Straße 1
    D-06120 Halle (Saale)
  • Tel.: +49 (0) 345 27 996 300
    Fax: +49 (0) 345 27 996 378
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News

  • 3D biogedruckte Chitosan-Netzwerke für dentale Anwendungen

    Dentale, bakterielle Erkrankungen wie Paradontitis können zu Zahn- und Knochenverlust führen. In der vorgestellten Studie wurden Chitosan, Gelatine und Scutellariae baicalensis radix zu einem Hydrogel kombiniert um über 3D-Bioprinting ein entzündungshemmendes Implantat herzustellen.

  • Chitosan im Teebeutel? – Nationaler Tag des Frühstücks am Arbeitsplatz in den USA

    Tee oder Kaffee ist sicherlich eine Philosophiefrage. Was wird als Erstes nach dem Ankommen im Unternehmen getrunken? In allen Fällen geht es um einen guten Start in den Tag. Aber ist zu viel Koffein gut? Kann man da nicht auch etwas mit Chitosan machen? Wir haben uns umgeschaut und sind in Südkorea fündig geworden. Ein Neuartiger Teebeutel, der den Tee im Becher selbst entkoffeiniert. Verwendet wurde dafür ein Alginat-Chitosan Hydrogel.

  • Cisplatin-Chitosan-Mikropartikel um wiederkehrenden Brustkrebs zu verhindern

    Brustkrebs ist die häufigste bei Frauen auftretende Krebsart. Um das Auftreten von Metastasen und das Wiederkehren von Tumoren zu verhindern, soll in der vorgestellten Studie ein Hydrogel Brustimplantat hergestellt werden, dass mit Cisplatin-Chitosan-Mikropartikeln beladen ist.

  • Treffen Sie HMC bei dem 14. PBP World Meeting und ResearchPharm vom 18. - 21.03.2024 in Wien!

    Im März findet das 14. World Meeting für Pharmazie, Biopharmazie und pharmazeutische Technologie (PBP) zusammen mit der ResearchPharm in Wien statt. Neben universitären Forscherinnen und Forschern sind dort eine Vielzahl von Unternehmen aus der Pharmabranche vertreten. Wir freuen uns sehr dieses Jahr ebenfalls als Aussteller mit dabei zu sein.

  • Chitosan in Farbstoff-sensitiven Solarzellen

    Biopolymere wie Chitosan bekommen immer mehr Aufmerksamkeit als Polymerelektrolyte in Farbstoff-sensitiven Solarzellen. Da Chitosan unter einer geringen elektrischen Leitfähigkeit leidet, soll in der vorgestellten Studie versucht werden, diese durch Salze und Weichmachern zu verbessern.

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