Implantate
Chitosan als nachhaltiger Werkstoff für implantierbare Sensoren und bioelektronische Anwendungen
Die zunehmende Bedeutung nachhaltiger Materialien in der Medizintechnik führt zu einem verstärkten Fokus auf biobasierte Polymere. Eine aktuelle Publikation in RSC Sustainability zeigt eindrucksvoll, dass Chitosan ein vielversprechender Kandidat für implantierbare Sensoren und bioelektronische Systeme ist. Besonders hervorzuheben sind dabei die Biokompatibilität, die funktionellen Aminogruppen sowie die Möglichkeit, elektrische und mechanische Eigenschaften gezielt zu steuern.
Hybrid-Chitosan/PCL-Formgedächtnisgerüste – Ein neuer Ansatz für die Knochenregeneration und Infektionsprävention
Die Behandlung komplexer Knochendefekte, insbesondere im kraniomaxillofazialen Bereich, stellt nach wie vor eine große Herausforderung dar. Autologe Transplantate gelten als Goldstandard, sind jedoch mit Einschränkungen wie Resorption, unzureichender Passform und Infektionsrisiken verbunden.
Chitosan-Implantate zur Nervenregeneration
Künstliche Nervenröhrchen werden bei Schäden an peripheren Nerven eingesetzt, weisen gegenüber autologen Zellen aber noch einige Nachteile wie fehlende neurotrope Faktoren auf. In der präsentierten Studie wird mit einem Nervenröhrchen aus Chitosan, Kollagen sowie Schwann-Zellen versucht, Schäden am Ischiasnerv von Mäusen zu reparieren und somit eine simplere Alternative zur aufwändigen autologen Nerventransplantation zu schaffen.