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Seit Jahren wird über die Charakterisierung von Chitosan durch eindeutige Parameter und deren Analyse diskutiert. Forschungsergebnisse sind schwierig vergleichbar, weil es bisher keine standardisierte Charakterisierung von Chitosan gibt. Unterschiedliche Messmethoden führen ebenfalls dazu, dass Ergebnisse nicht eins zu eins mit einander verglichen werden können. Die Notwendigkeit sich über eine Definition/Beschreibung von Chitin und Chitosan sowie harmonisierte Messtechniken zu einigen wurde auf internationalen Konferenzen wiederholt besprochen. Besonders im pharmazeutischen und medizinischen Sektor ist eine weitreichende Standardisierung von Bedeutung, denn sie ist Voraussetzung für die Akzeptanz von Chitosan durch regulatorische Behörden. Eine Anerkennung könnte den Durchbruch dieses einzigartigen  Polymers besonders in der Pharmaindustrie vereinfachen.

Um den Standardisierungsprozess voran zu treiben, wurden auf  der ICCC in Taipeh zehn Parameter vorgeschlagen, um Chitosan zu charakterisieren.

Diese sind:

  1. Identität - z.B. IR Spektrum
  2. Erscheinungsbild des Pulvers
  3. Deacetylierungsgrad
  4. Viskosität
  5. Trocknungsverlust/Trockensubstanz
  6. Aschegehalt
  7. Proteingehalt
  8. Schwermetallgehalt (Pb, Hg, Cd)
  9. Mikrobiologische Qualität (Gesamtkeimzahl, Pilze)
  10. Endotoxingehalt

Die Messmethoden müssen ebenfalls harmonisiert werden, denn in manchen Fällen führen unterschiedlichen Methoden zu unterschiedlichen Ergebnissen für den gleichen Parameter. Um die gebräuchlichsten Analysemethoden für jeden Parameter zu ermitteln wurde auf der ICCC 2009 in Taipeh die Durchführung eines Inter-Lab Programms beschlossen. Ziel ist die Standardisierung von Chitosan und seinen Analysemethoden auf internationalem Level.

Nun sind Forschungseinrichtungen und Hersteller gefragt, am Programm teilzunehmen. EUCHIS Vorstandsmitglied Katja Richter ist mit der Organisation des Inter-Lab Programms betraut. Forschungs- und Industriepartner werden gebeten, das/die Teilnahme-Formular(e) auszufüllen und es/sie an Katja Richter zu schicken.

Analyse Partner Formular

Muster Lieferanten Formular

 Analysis_form.pdf

Zeitplan

a) In einem ersten Schritt werden Teilnehmer (Labore und wenn gewünscht auch Produzenten) um die Mitteilung von Informationen gebeten: Welche Parameter möchten sie analysieren, mit welcher Methode und wie viel Chitosan sie dazu benötigen. Abgabefrist für die Formulare: 15. Juli 2010

b) In der Zwischenzeit werden Chitosan Produzenten oder jeder der möchte gebeten, Muster inkl. Analysenzertifkate zur Verfügung zu stellen. Alle Muster sollen bitte an die Heppe Medical Chitosan GmbH gesandt werden, wo sie zentral gesammelt, anonymisiert und dann entsprechend der angeforderten Menge versendet werden. Frist: 23. Juli 2010

c) Die Muster werden an alle teilnehmenden Labore und Produzenten versandt: Frist: 22. Oktober 2010

d) Die Parameter werden entsprechend der angegebenen Methoden analysiert. Die Ergebnisse werden an Katja Heppe geschickt. Das notwendige Formular finden Sie unten. Frist: 28. Februar 2011

e) Die Ergebnisse werden gesammelt und an alle Teilnehmer sowie die Chitin und Chitosan Gesellschaften geschickt. Frist: 8. April 2011

f) Bis zum 29. April 2011 stehen die Ergebnisse zur Diskussion, bitte senden Sie uns Ihre Kommentare und Vorschläge per E-Mail.

g) Alle Daten werden zusammengefasst und auf der Konferenz der EUCHIS in St. Petersburg präsentiert.

Bitte beachten Sie, dass es keinen offiziellen Fond für das Programm gibt. Deshalb können weder die Kosten für die Bereitstellung der Muster noch für die Analysen selbst übernommen werden. Die Kosten für die Verteilung der Muster an die Teilnehmer sowie die Bereitstellung der Zusammenfassung und des Abschlussberichts werden von der Heppe Medical Chitosan GmbH übernommen. Die Teilnahme ist freiwillig, wird aber sehr geschätzt.

Wir hoffen alle auf die Unterstützung der gesamten Chitosan Gemeinschaft, um dieses Programm erfolgreich durchzuführen. Bitte nehmen Sie als Wissenschaftler oder Produzent teil, damit wichtig Parameter identifiziert werden und angemessene Mess- und Analysemethoden validiert werden können. Beteiligen Sie sich an der Standardisierung von Chitosan und unterstützen die Steigerung des Potenzials von Chitosan. Die Standardisierung könnte den Durchbruch bedeuten, denn mit ihr wäre für Genehmigungsbehörden die wichtigste Bedingung erfüllt, für die Akzeptanz von Chitosan als Rohstoff für medizinische und pharmazeutische Anwendungen.

Für weiterführende Fragen oder Vorschläge kontaktieren Sie bitte Katja Richter per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Sie möchten Analysen durchführen? Bitte füllen Sie das folgende Formular aus, drucken es aus und senden es unterschrieben per Fax oder Post an die aufgeführte Faxnummer/Adresse. Oder scannen Sie es unterschrieben ein und senden es per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Analyse Partner Formular

Sie möchten Chitosan zur Verfügung stellen? Bitte verwenden Sie das folgende Formular.

Muster Lieferanten Formular

* Ergebnisse

Sie haben die Muster analysiert bitte tragen Sie die Ergebnisse im folgenden Formular ein:

 Analyse Formular

Bitte verwenden Sie für jeden analysierten Parameter ein neues Formular. Das Formular ist ausschließlich im Programm Adobe Acrobat Professional speicherbar, im Acrobat Reader besteht nur die Möglichkeit, es auszudrucken oder per E-Mail zu senden. Bitte drucken Sie es in jedem Fall aus und senden es uns unterschrieben per E-Mail als Scan oder per Fax.

Heppe Medical Chitosan GmbH
Heinrich-Damerow-Str. 1
06120 Halle (Saale)
Germany

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Kontakt

  • Heppe Medical Chitosan GmbH
    Heinrich-Damerow-Straße 1
    D-06120 Halle (Saale)
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    Fax: +49 (0) 345 27 996 378
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Chitosan-Buccalfilme für Captopril: Wenn die Salzform den Wirkstofftransport mitbestimmt

Captopril ist ein bewährter Wirkstoff zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzinsuffizienz. Bei der klassischen Einnahme als Tablette stößt der gut wasserlösliche Wirkstoff jedoch auf mehrere Hürden: Seine Passage durch biologische Membranen ist begrenzt, er kann im Magen-Darm-Trakt an Stabilität verlieren und wird nach der Aufnahme teilweise bereits in der Leber verstoffwechselt. Forschende der Universitäten Szeged und Debrecen untersuchten deshalb einen alternativen Ansatz: mucoadhäsive Chitosanfilme, die Captopril über die Mundschleimhaut verfügbar machen sollen.

Chitosan-Hydrogel für die subkutane Gabe von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten

Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, sogenannte ADCs, gehören zu den wichtigsten Entwicklungen in der modernen Krebstherapie. Sie verbinden die Zielgenauigkeit eines Antikörpers mit der starken Wirkung eines zytotoxischen Arzneistoffs. Dadurch können Tumorzellen gezielter erreicht werden als bei vielen klassischen Chemotherapeutika.

Polynukleotid-Chitosan-Formulierung für die intraartikuläre Behandlung von Osteoarthritis

Osteoarthritis gehört zu den häufigsten degenerativen Gelenkerkrankungen. Sie ist durch den fortschreitenden Abbau von Knorpelgewebe, Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit und eine zunehmende Beeinträchtigung im Alltag gekennzeichnet. Besonders problematisch ist, dass der Gelenkknorpel nur begrenzt regenerationsfähig ist und sich strukturelle Schäden häufig weiter verschlechtern.

Chitosan-basierter Gewebekleber zur Kontrolle starker Blutungen

Starke Blutungen aus inneren Organen gehören zu den größten Herausforderungen in der Chirurgie und Traumaversorgung. Besonders Leber, Milz, Niere oder Lunge sind schwer zu versorgen, da diese Organe weich, stark durchblutet und mechanisch empfindlich sind. Klassische Methoden wie Nähen, Veröden oder Gefäßligaturen sind nicht immer möglich und können zusätzlich gesundes Gewebe schädigen.

Injizierbares Carboxymethyl-Chitosan-Hydrogel zur Knochenregeneration bei Diabetes

Diabetes mellitus erschwert die Knochenheilung erheblich. Erhöhte Glukosewerte fördern oxidativen Stress, chronische Entzündungen und eine gestörte Aktivität knochenbildender Zellen. Dadurch heilen Knochendefekte bei diabetischen Patientinnen und Patienten oft langsamer oder unvollständig. Zusätzlich besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen, was die Regeneration weiter beeinträchtigen kann.